Tanja Hurtmann: Therapie, Training & Coaching

Neue Serie: Im Gespräch mit…

Liebe Leserinnen und Leser,

 

heute startet die neue Serie „Im Gespräch mit...“ im Magazin. Ich führe hier Gespräche und Interviews mit spannenden Persönlichkeiten. Mit Menschen, die mich und andere inspirieren. Es sind Menschen, mit denen ich gerne zusammenarbeite und die ich Ihnen von Herzen weiterempfehle.

 

 

In meiner Praxis erlebe ich oft, dass ein Bestandteil der vereinbarten Lösungen ist, an sich weiterzuarbeiten: Als Mensch, als Paar, als Partner. Hierbei kann eine Familientherapie, ein Coach, ein Personal Trainer, ein Mentor, ein systemischer Berater, Heilpraktiker, Psychiater oder Neurologe die geeignete Unterstützung sein – hier gibt es ganz viele Wege und Möglichkeiten. Und einige dieser möglichen Begleiter möchte ich Ihnen hier im Rahmen dieser Serie vorstellen.


Wir beginnen mit Tanja Hurtmann: https://www.hurtmann.de/. Therapie, Training und Coaching. Wir haben uns über eine virtuelle Netzwerk Community - bestehend aus selbständigen Coaches, Trainern, Mediatoren - kennengelernt. 

 

Tanja arbeitet persönlich in Erkelenz und virtuell im gesamten deutschsprachigen Raum.

 

Mein Eindruck von Tanja: sie ist ein empathischer Mensch, sie liebt ihre Arbeit und sie ist hochgradig qualifiziert.

 

Vor allem ist sie eine Frau, die gemeinsam mit ihrer Familie (Ehemann, drei Kinder, davon ein Pflegekind zwischen 15 und 21 Jahren) bereits durch viele - auch existentielle - Höhen und Tiefen gegangen ist. Mit viel Kraft, Liebe, Zusammenhalt, Durchhaltevermögen, Optimismus und geistiger Flexibilität. Tanja ist ein Mensch, von dem ich mir gerne einen Rat einhole, weil sie glaubhaft, erfahren und vertrauenswürdig ist. Lesen Sie hier das Interview:

Nadine Greck: Liebe Tanja, herzlichen Dank für unser persönliches Gespräch, welches wir per Zoom-Videokonferenz miteinander führen. Was wolltest Du als Kind mal werden?

 

Tanja Hurtmann: Ich wollte als Soldatin zur Bundeswehr. Ich fand die Klamotten ziemlich cool! Ich war auch immer ein absolutes „Straßenkind“ – ich habe jede mögliche Zeit draußen verbracht. Ach ja, eine Ausbildung zur Erzieherin konnte ich mir auch vorstellen. Letzten Endes wollte ich mit meinem künftigen Beruf vor allem eines: anderen Menschen helfen.

 

Nadine Greck: Und wie heißt Dein jetziger Beruf?

 

Tanja Hurtmann: Bereichsleitung in der stationären Jugendhilfe (in Festanstellung) und systemische Familientherapeutin / Kinder- und Jugendtherapeutin (freiberuflich seit 2018).

 

Nadine Greck: Verrätst Du mir bitte die fünf wichtigsten Stationen Deines (beruflichen) Lebens?

 

Tanja Hurtmann: Zunächst mein Berufspraktikum als Erzieherin in einem Hamburger Waisenhaus, die klassische Heimunterbringung. Danach das Mamasein – direkt nach meiner abgeschlossenen Ausbildung.

 

Tja, und dann kam die Wirtschaftskrise: Mein Mann verlor betriebsbedingt seinen Job und wir hatten gerade erst ein Haus zu ziemlichen hohen Zinsen gebaut.

 

Und dann überlegten wir, was wir mit unseren lezten € 10.000 machen sollen. Einfach davon leben, bis es weg gewesen wäre, war die eine Möglichkeit. Die andere Möglichkeit war: investieren! Und das taten wir! Wir stiegen als Franchise-Nehmer bei einer Bäckereikette ein. Von morgens um 4:00 bis abends um 21:00 Uhr waren wir montags bis samstags am Arbeiten. Drei Jahre lang. Unsere Kinder wuchsen mehr oder weniger im Büro unserer Bäckerei auf. Es war eine sehr intensive und lehrreiche Zeit.

 

Und dann passierte das Riesendesaster: das Einkaufszentrum, in dem sich unser Shop befand, meldete Insolvenz an. Und das mussten wir als Folge davon dann auch: schließen und aufgeben. Einige unserer Mitarbeiter konnten nicht bezahlt werden.

 

Dadurch, dass wir gut und ehrlich mit den Behörden und Mitmenschen zusammengearbeitet hatten, konnten und wollten wir die Insolvenz vermeiden. Aber erst nach einigen Jahren konnten wir aus eigener Kraft den letzten Cent bezahlen, der noch zu bezahlen war. Auch die ausstehenden Gehälter unserer ehemaligen Angestellten. Was für eine Erleichterung! Und heute? Heute vermissen wir das Arbeiten in der Bäckerei auch ein wenig. Wenn mein Mann und ich beim Einkaufsbummel in der Stadt sind, denken wir uns manchmal noch: “Hach, noch einmal eine halbe Stunde hinter der Theke stehen…“ Wir sind an der gesamten Situation emotional sehr gewachsen!

 

In der Zwischenzeit war mein Mann wieder in seinen Job als Produkt- und Prozessdesigner zurückgekehrt und ich übernahm die Leitung des Ganztages an der größten Grundschule in Erkelenz.

Anschließend war – und bin ich immer noch - in der stationären Jugendhilfe tätig.

 

Nadine Greck: Eine beeindruckende Geschichte! Was sind Deine Schwerpunkte?

 

Tanja Hurtmann: Die Systemische Kinder- und Jugendtherapie ist meine Herzenssache. Ich begleite und coache aber auch begeistert Teams aus dem Sozial- und Gesundheitswesen.

 

Nadine Greck: Tanja, bitte vervollständige die folgenden Sätze:

 

  • Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt …im systemischen Coaching.
  • Ich liebe an meiner Arbeit…den Kontakt zu den Familien.
  • Für meine Arbeit wünsche ich mir, …dass sie weiterwächst.
  • Momentan geht es mir beruflich…ziemlich gut.
  • Und das sind meine weiteren beruflichen Pläne: Ausbau der Praxis.

 

 

Nadine Greck: Liebe Tanja, ich danke Dir herzlich für unser Gespräch: für Deine Zeit, Deine Offenheit und Dein Vertrauen. Ich freue mich auf unseren weiteren Austausch, unsere Zusammenarbeit und unser Netzwerken.

 

 

Text, Grafik & Redaktion: Nadine Greck