Haben wir nun ein anderes Konfliktverhalten aufgrund von Corona (Covid-19)?

Wir leben zwar im Rahmen von #SocialDistancing, erfahren aber auch ein sehr intensives #SocialConnecting. Wie denken mehr an unsere Mitmenschen, die wir zurzeit nicht persönlich sehen und umarmen können: Familie, Freunde und Kollegen. Wir erleben, wie wir trotzdem näher zusammenkommen: durch Social Media und mutmachenden Hilfsinitiativen. Wir schwimmen in einer Welle von Solidarität, Gemeinschaft und es entstehen auch neue Verbindungen.

Es fühlt sich fast schon friedlich an. Trügt dieser Schein?

Eine mögliche Antwort darauf lautet: ja und nein.

 

Wir spüren, dass uns nun Menschen und viele andere Dinge wirklich wichtig sind. Unsere Sehnsucht nach Harmonie, Familie, Gesellschaft, zwischenmenschliche Beziehungen, Gesundheit und Sicherheit nimmt zu. Diese Dinge sind uns nun möglicherweise wichtiger, als sie es vorher waren.

 

Weniger wichtig sind uns vielleicht momentan Statussymbole wie ein bestimmtes Auto, Shopping oder die nächste Beförderung im Job.

 

Dies bedeutet, dass sich unsere Bedürfnisse und Interessen momentan im Wandel befinden. Die jeweiligen Bedeutungen und Wichtigkeiten verändern sich. Manche Belange werden nun wichtiger, andere werden weniger wichtig. Dies ist ein Veränderungsprozess, der eine gewisse Zeit dauert. Das passiert nicht von heute auf morgen.

 

 

Möchten Sie mehr über unsere Bedürfnisse und deren Beeinflussung wissen? Dann melden Sie sich jetzt für den Newsletter an. Auf diesem Weg erhalten Sie den Zugriff auf den Download Bereich, wo ich zusätzliches Wissen kostenfrei für Sie hinterlegt habe.

Was hat dies nun mit einer Veränderung unseres Konfliktverhaltens zu tun?

Nun: Konflikte können entstehen, wenn wir uns darin beeinträchtigt fühlen, unsere Bedürfnisse und Interessen verwirklichen zu wollen. Wenn wir danach streben, etwas zu erreichen und jemand anderer oder „Etwas“ hindert uns daran. Oder wir haben zumindest die Wahrnehmung, dass uns jemand daran hindern möchte.

 

Es liegt an uns, zu entscheiden, wie wir uns in dieser Situation verhalten wollen. Wenn wir nun beispielsweise eine erhöhte Angst um unsere Existenz haben, treten wir möglicherweise deutlich eskalierender und „kampfbereiter“ in eine solche Konfliktsituation ein, als wir das bisher getan hätten.

 

Auf der anderen Seite besteht aber auch folgende, sehr viel positivere Möglichkeit: Durch Corona (Covid-19) haben wir erlebt, erfahren und gelernt, wie wichtig zwischenmenschlicher Zusammenhalt und Harmonie für uns sind.

 

Das wollen wir nicht riskieren und deswegen versuchen wir in Konfliktsituation, dieses Geschenk aus Solidarität zu bewahren. Wir gehen nicht das Risiko ein, diese Verbindungen zu zerstören. Wir gehen in den Dialog und in den Austausch mit unseren Mitmenschen. Wir versuchen, mögliche Konflikte konsensorientiert zu lösen.

 

Als Optimistin glaube ich daran, dass dies nun während und auch nach Corona (Covid-19) möglich ist. Ist das nicht eine schöne Vorstellung?

 

Gerne begleite ich Sie bei dieser Umsetzung.

 

Ihre Nadine Greck

 

Mediatorin für Familie & Wirtschaft

 

 

Text, Grafik & Redaktion: Nadine Greck