Familienmediation: Wie löst oder vermeidet man eigentlich Streit ums Erbe?

Man kennt es aus seiner eigenen Familie, dem Umfeld und auch aus der Wirtschaft: Streit ums Erbe, „Erbschleicherei“ und spontan geänderte Testamente gibt es immer wieder. Ist das etwa schon eine Normalität?

  

Nun…

Tod & Trauer sind ein emotionaler Ausnahmezustand…

Wenn Sie sich bereits in einem Erbschaftsstreit befinden, gehen Sie bitte mit aller Ruhe vor. Versuchen Sie ein gemeinsames Gespräch, in dem es zu einem echten Austausch kommt. Jeder bekommt die Möglichkeit, zu sagen, was er gerne hätte und warum.

 

Es ist einfach zu sagen: „Ich habe einen Anspruch auf € 10,000, das ist mein Pflichtteil. Das steht mir zu.“ Oder: „Den Biedermeier Sekretär will ich aber haben, der ist wertvoll.“ Mit solchen Forderungen werden Sie aber einen Konflikt um die Verteilung eines Erbes schlecht lösen können. 

 

Deswegen empfehle ich Ihnen:

Sagen Sie, was Ihnen wichtig ist und warum

Um beim oben genannten Beispiel zu bleiben, sagen Sie doch besser:“ Dieser Biedermeier- Sekretär von Opa hat mir schon immer viel bedeutet. Hier hat er immer meine Briefe und die von mir gemalten Bilder aufbewahrt. Und: hier hatte er auch immer eine Tafel Schokolade für mich versteckt. Dieses Möbelstück hat einen hohen emotionalen Wert für mich, ich möchte ihn nicht verkaufen, sondern als Erinnerung an Opa in mein Wohnzimmer stellen.“

 

Wenn Sie das ehrlich meinen, werden Ihre Gesprächspartner das auch nachvollziehen können. Es entsteht eine ganz andere Basis für ein gemeinsames Verhandlungsgespräch.

Noch besser: Klären Sie Ihr Erbe vor Ihrem Tod

Wenn Sie einen Streit um Ihr Erbe vermeiden wollen, regeln Sie alles Im Vorfeld – am besten gemeinsam mit Ihren Erben. 

Sagen Sie, wem Sie was vermachen möchten. Lassen Sie Ihre Erben dabei auch zu Wort kommen.

 

Ich verspreche Ihnen: Sie werden Überraschungen erleben!

Ein Bespiel aus der Praxis, das ich immer wieder erlebt habe (auch wenn es vielleicht nicht repräsentativ ist): Insbesondere männliche Erblasser wünschen sich, dass das Familienhaus weiterhin der Familiensitz bleibt. Der Ort, an dem sich die gesamte Familie immer wieder trifft. Manchmal wird das von den Erben auch so gewollt – sehr oft aber auch nicht. Vor allem dann nicht, wenn die Lebensmittelpunkte der erwachsenen Kinder inzwischen an anderen Orten sind.

 

Um das und vieles weitere herauszufinden, sollten Sie miteinander ins Gespräch kommen. Ich wünsche Ihnen dabei gutes Gelingen!

 

Sollten Sie dabei die Unterstützung eines erfahrenen und neutralen Dritten benötigen, bin ich gerne für Sie da! Ich begleite Sie als Konfliktlösungsexpertin auch durch diese emotional belastende Situation. Für ein zufriedenes und konfliktarmes Leben.

 

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Ihre Nadine Greck

Mediatorin für Familien und Wirtschaft

 

 

Text, Grafik & Redaktion: Nadine Greck